Stung Treng & Ban Lung

Um nicht gleich in die Touristenmekkas Siem Reap oder Phnom Penh weiterzufahren, sind wir zunächst in den etwas ruhigeren Osten weitergefahren. Nach einem ruhigen Tag in Stung Treng, haben wir uns einen lokalen Mini-Van gesucht der uns nach Ban Lung bringen sollte. Der Preis stimmte, und so saßen wir als erste pünktlich um 14.00 bei großer Hitze abfahrtsbereit im Van.

Der Van fuhr auch bald los, wir hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass wir zunächst ganz Stung Treng kennenlernen würden. Denn der Fahrer fuhr in die kleinesten und hintersten Gassen um immer mehr Leute einzusammeln, die offensichtlich keine Lust hatten bis zum Busbahnhof zu kommen. In Laos hatten wir das ja auch schon erlebt und so versuchten wir auch bei der großen Hitze entspannt zu bleiben. Allerdings wurde das Auto immer voller, 4-5 Leute saßen schon pro Bank (3 Sitze) eingepfercht als der Bus dann zu unserer Verärgerung exakt eine Stunde später wieder am Busbahnhof hielt. Zwei für den Trip angemeldete Kambodschaner waren wohl zu spät gekommen und die wurden jetzt noch abgeholt… – so ein Service kennt man bei uns zu Hause nicht mehr.

Tja, da ist Geduld gefragt – wie so oft auf Reisen. Aber die Fahrt wurde uns mit den asiatischen Versionen westlicher Pop-Songs versüßt, was insbesondere dann witzig wird, wenn die “Sänger” einzelne englische Sprachfetzen dazwischen werfen, die absolut gar keinen Sinn ergeben – hauptsache es klingt halt cool.

Ban Lung selbst ist ein kleiner aber leider nicht wirklich schöner Ort, aber wir wollten ja Kambodscha abseits der touristischen Highlights kennenlernen. Im Umland kann man sich einen Vulkansee anschauen und Trekkings zu abgelegenen Bergvölkern antreten, allerdings fehlte uns diesmal die Zeit für ausgiebige Trekkings.

Krong Ban Lung - 4083-4

Lustigerweise hängen zahlreiche Kämme und Mini Spiegel an einigen Bäumen – das äußere scheint von hoher Bedeutung zu sein

Krong Ban Lung - 4080

Women go into the water fully dressed, and also men usually wear Jeans and T-shirt

So kühlten wir uns also in dem See ab (mehr gab es da eh nicht zu tun) denn die Hitze hier in Kambodscha zu dieser Jahreszeit macht es einem nicht einfach, die Tage außerhalb von klimatisierten Räumen genießen zu können. Als wir mit einem schrottreifen Roller ein bisschen die Stadt erkundet haben mussten wir noch durch eine Polizeikontrolle, der Beamte gestikulierte zwar irgendetwas aber ich habe es vorgezogen nicht anzuhalten – wir hatten genug Streß mit Beamten für eine Woche. Der lokale Markt war auch eher klein, allerdings fanden und genossen wir Rambutan Früchte. Rambutan sind so etwas wie der haarige große Bruder von Litschis aber schmecken vielleicht sogar noch besser. Zudem bekommt man schon für einen Dollar Unmengen davon wenn man es schafft mal nicht den Touristenpreis zu zahlen. Seit wir in Asien unterwegs sind greifen wir sofort zu, wenn wir welche auf dem Markt erspähen – definitiv etwas was wir vermissen werden. Auch den Kokosnüssen die hier ständig verfügbar sind weine ich jetzt schon nach… – Dem Geruch von Fleisch, Fisch und Abfall der ab und zu über die Marktstraßen zieht und die Sinne betäubt allerdings eher weniger.

Delicious-Fruits-Rambutan

Kleiner Nachtrag aus aktuellem Anlass:

Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, kommen wir mit dem Schreiben nicht ganz hinterher. Das wird sich jetzt auch noch drastisch verstärken, denn wir haben alle unsere Vietnam Pläne über den Haufen geworfen und brechen stattdessen Ende März nach Nepal auf. Wir freuen uns schon wahnsinnig auf einen ganzen Monat durch wilde und rauhe Natur zu trekken. Sehr wahrscheinlich wird es uns von unterwegs nicht gelingen den Blog aktuell zu halten. Aber wir geloben alles nachzutragen. Denn Nepal wird unsere letzte Station auf unserer großen Asien Reise werden – und was für eine.

Wenn ihr etwas Geduld habt dann könnt ihr euch auf Fotos von wunderschönen und eindrucksvollen Landschaften freuen. Bis wir uns wieder melden senden wir die herzlichsten Grüße in die Heimat!

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