Gunung Rinjani National Park – Day 3

Der Wecker klingelte um 2 Uhr morgens, schon wieder so eine kurze Nacht! Immerhin waren wir diesmal nicht durchgefroren, dennoch begrüßte uns der Morgen mit einer Eiseskälte und Schmerzen… Weiterlesen…

A las dos de la mañana sonaron todos los despertadores  y tras unas galletas y te caliente el grupo se puso en marcha en la oscuridad de la noche. Yo me quede en la tienda en el campamento vacio…Continuar leyendo…

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Der Wecker klingelte um 2 Uhr morgens, schon wieder so eine kurze Nacht! Immerhin waren wir diesmal nicht durchgefroren, dennoch begrüßte uns der Morgen mit einer Eiseskälte und Schmerzen. Schnell ein paar Kekse essen, alles Gepäck im Zelt lassen und nur mit Schal, einem Schlafsack und einer halben Wasserflasche bestückt ging es raus in die Nacht – und das alles nur um den höchsten Punkt, den Gunung Rinjani vor Sonnenaufgang zu erklimmen. Der Guide hatte uns eindringlich gewarnt, dass dieser letzte Aufstieg gefährlich und extrem anstrengend ist. Uns wurden Geschichten erzählt von Kletterern die auf dem Weg vor Anstrengung in Tränen ausbrechen, wie schon erwähnt sind wohl auch schon ein paar bei dem Aufstiegsversuch gestorben, der Weg auf dem Bergkamm ist teilweise nur 2 Meter breit, besteht nur aus Geröll und Asche und rechts und links von dir warten die schwarze Tiefe. Nur 3 von 10 Leuten gelingt der Aufstieg – und das sind die, die zuvor schon fit genug waren um die übrigen Strapazen wegzustecken. Amaia wurde wegen ihrer Höhenangst vom Guide eindringlich abgeraten, dieses letzte Stück in Angriff zu nehmen und diesem Rat ist sie nach einigem Ringen mit sich selbst gefolgt. Ihren ursprünglichen Gedanken, es so weit wie möglich zu versuchen haben wir auch fallen gelassen, da die Aussicht eines alleinigen Rückwegs bei Dunkelheit mir und ihr gar nicht behagte.

Ich wollte es jedoch an diesem Tag wissen und hatte mich der schnelleren Gruppe unseres Teams angeschlossen – die Aufteilung hatte sich aber schon kurz darauf erübrigt da der Träger, der die zweite Gruppe führen sollte, kein Wort Englisch konnte und angeblich den Weg nicht kannte – dabei gibt es eh nur einen, nach oben und dann auf dem Bergrücken entlang, dort gibt es relativ wenige “Abzweigungen” die nicht tödlich enden.

Die Gruppe hat sich jedoch über den weiteren Aufstieg ausgedünnt, zu dritt kamen wir gemeinsam mit unserem Guide nach bereits unfassbar erschöpfenden 2 Stunden am letzten Refugium an, dass aus ein paar Felsen bestand die uns vor dem bitterkalten Wind schützen der uns schon die meiste Zeit begleitete. Vor uns lag nur die schwarze Nacht, hinter uns ein Band aus Taschenlampenlichtern das sich über den Bergkamm schlängelte. Da mir die Energie fehlte und mir eh schon so kalt war gibt es von diesem Teil allerdings keine Fotos. Der Weg hierher bestand die meiste Zeit aus losem Steinschotter der dafür sorgte, dass man bei zwei Schritten vorwärts einen nach hinten machte. Das Vulkangestein ist zudem so leicht, man hat fast das Gefühl Styropor in den Händen zu halten, dass  es ständig unter einem wegrutschte und auch vom Wind erfasst wurde. Und dazu dieser Vulkanstaub überall.

Unser Porter hatte sich also in diesem Refugium hinter einen Stein gekauert und wollte dort eine halbe Stunde ausharren, um nicht vor Sonnenaufgang den Gipfel zu erreichen. Wir drei (Matt, Ben und ich) haben uns darauf aber nicht eingelassen, da man nach 5 Minuten ohne Bewegung schon völlig ausgekühlt war und wir zudem schon die Morgenröte vom Gipfel aus bestaunen wollten. Unser Guide war aber anscheinend zu erschöpft um weiterzugehen aber ermutigte uns alleine voranzugehen, es gibt ja eh nur einen Weg nach oben. Währenddessen stieß noch eine weitere Gruppe zu uns und unser Drang als erstes oben zu sein vergrößerte sich und ließ uns allein aufbrechen. Doch auf das was dann kam, waren wir nicht wirklich vorbereitet. Der Wind peitschte erbarmungslos von vorne links und blies uns Sand und Steine ins Gesicht. An aufrechtes Gehen war gar nicht mehr zu denken, anfänglich noch gebückt, um jeden Schritt nach oben kämpfend ging es die letzten paar Hundert Meter für mich nur noch krabbelnd nach oben. Sobald man den Oberkörper zu hoch hielt, wurde dieser vom Wind erfasst und ich habe einige Male fast das Gleichgewicht verloren. Bei diesem Stück gab es keine Gruppe mehr, jeder kämpfte nur noch für sich selbst mit seinem eigenen Schweinehund in dem eigenem Tempo – und der Gipfel wollte und wollte nicht näher kommen. Irgendwie habe ich durchgehalten und gehörte zu dem kleinen Haufen der es rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf den Gipfel des Gunung Rinjani geschafft hatte. Was für eine Erfahrung! Das war bestimmt das härteste was ich je gemacht habe und die Freude und Erleichterung es endlich geschafft zu haben, war überwältigend. Allerdings schütze auch der mitgebrachte Schlafsack kaum vor der Kälte und der Sonnenaufgang wurde herbeigesehnt, es dauerte jedoch nur ca. 5 Minuten bis die ersten schwach wärmenden Strahlen in unsere Gesichter fielen. Da saßen wir nun also, u.a. Matt, Ben und ich und schauten in den Horizont während wir uns über unsere Eindrücke des Aufstiegs austauschten und über mitgebrachte Kekse hermachten. Eine Handvoll Leute hatte es  zunächst geschafft, darunter kein Guide – die haben wegen des Windes die letzte Stunde Plackerei nicht angetreten. An diesem Tag haben vielleicht 15-20 Leute den Gipfel erreicht, nach und nach kamen vereinzelt noch einsame oder gemeinsame Streiter oben an, auch aus unserer Gruppe haben es tatsächlich noch Gates und Laurie geschafft, die beiden kamen händchenhaltend die letzten Meter zum Gipfel gestapft. Eine starke Leistung, Gates der Wahnsinnige kam in kurzen Hosen an – er hatte einfach keine langen Hosen im Gepäck.

Der Abstieg war rasant und wieder steil, in halsbrecherischem Tempo sind Matt und ich wie Skifahrer in großen Schwüngen über die Geröllwüste herunter gerutscht, wohl darauf achtend mittig zu bleiben. Das ging viel schneller und war weniger anstrengend als ein normaler Abstieg, da man vom Geröll gebremst wurde. Dabei sahen wir noch vereinzelt einsame Kämpfer(innen), die auf dem Boden kriechend oder liegend versuchten dem Gipfel näher zu kommen während der Wind weiterhin unbarmherzig über den Bergkamm blies. Was für eine Ausdauer!

Zurück im Camp blieb leider nicht viel Zeit zum Ausruhen, nach Banana-Pancake und dem Abbauen der Zelte haben wir den Abstieg angetreten, es ging dabei nicht zurück nach Senaru sondern nach Sembalun Lawang. Heute ließ sich leider keine Wolke über dem Gunung Rinjani sehen und es war dementsprechend heiß. Die Muskeln verweigerten ihren Dienst aber noch mehr schmerzten meine Füße, ich hatte mir einige Blasen an den Zehen und am Fußballen gelaufen die mittlerweile aufgescheuert waren. Bei dem krassen Gefälle war jeder Schritt eine Qual da bergab das volle Gewicht auf dem vorderen Teil des Fußes liegt, so dass ich letztendlich die Schuhe ausziehen musste und auf Socken die nächsten 5 Stunden angegangen bin. Der Abstieg ging danach wesentlich besser, allerdings mussten wir die letzten 2 Stunden durch eine trockene Graslandschaft auf schwarzem Vulkansand stiefeln der unten der brennenden Sonne brennend heiß wurde. Meine ständigen Sprinteinlagen konnten mich leider nicht vor einer großen Brandblase unter dem Fußballen bewahren, erst die viel zu kleinen Flip-Flops einer Mitwanderin haben Schlimmeres verhindert. Die konnten aber auch nicht verhindern dass auf Amaia und mich, als wir gerade alleine im Tal über eine Weide marschierten, eine Kuh losgegangen ist. Das scheiß Vieh ließ uns erst passieren nur um dann im wilden Galopp auf uns zuzustürmen. Erst durch eine Zick-Zack Flucht durch einige Büsche konnten wir entkommen. Da hätte ich auch nie darauf gewettet dass uns so etwas in Indonesien widerfährt.
Nach dieser Tour kamen wir erst bei Dunkelheit in Sengiggi in unserem Hotel an und haben noch schnell alles weitere für die am nächsten Morgen beginnende 4 Tages Bootstour nach Komodo geklärt bevor wir völlig fertig ins Bett gefallen sind…

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A las dos de la mañana sonaron todos los despertadores  y tras unas galletas y te caliente el grupo se puso en marcha en la oscuridad de la noche. Yo me quede en la tienda en el campamento vacio… Sobre las 3 o 4 de la mañana el viento empezó a soplar con muchísima fuerza y yo no podía dejar de pensar en la brutalidad con la que se tendría que sentir el viento en la cima del Rinjani… no me equivocaba…

Poco antes de las 6 llegaron los portugueses. Se habían dado la vuelta a mitad del camino, el viento y el frio habían sido insoportables. Dos horas después llegaron Erik y Matt trotando cuesta abajo con una sonrisa de oreja a oreja. Estaba claro que lo habían conseguido! Llegaban cubiertos de polvo, como si hubieran pasado una semana cruzando el desierto o si acabaran de atravesar una tormenta de arena. Lo primero que me dijo Erik fue que había hecho bien quedándome abajo. Incluso él había tenido miedo en algunos tramos. La oscuridad de la noche era total y con la linterna no llegaban a alumbrar más que un par de metros hacia la cuesta que no parecía tener fin. A mitad del camino ya no sentía las manos ni los pies pero lo peor estaba por llegar… El último tramo, la ultima hora de ascenso el viento era tan fuerte que les obligaba a subir a cuatro patas lo más pegados al suelo. La cuesta tenía tanta empinación  que a cada segundo paso las piedras bajo sus pies resbalaban haciéndoles retroceder la mitad de lo avanzado. El guía había desistido y se había quedado durmiendo protegiéndose del viento detrás de una roca. El que quisiera podía seguir, solo había un camino y no tenía perdida (esto es un guía!).  A estas alturas el grupo se había disuelto y cada cual luchaba a su ritmo y a su manera por alcanzar la cima intentando avanzar por la cuesta infinita, a la izquierda el valle y a la derecha la caída al vacío… (Solo de pensarlo ya siento vértigo…) cuanto más subían más fuerza tenía el viento, que ya les golpeaba sin descanso (incluso con pequeñas piedras que levantaba a su paso.) Pero parece que el espíritu luchador y la ambición pudieron con todo lo demás, y sacando fuerzas de donde fuera Matt, Ben y Erik consiguieron subir hasta la cima incluso a tiempo para ver el amanecer. Poco después lo hicieron Gates y Laurie que llegaron hasta arriba  agarrados de la mano. La bajada fue mucho más fácil…bajaron deslizándose sobre el camino empedrado como quien baja una ladera esquiando.

Mientras desayunábamos en el campamento iban llegando los luchadores cubiertos de polvo… algunos eufóricos, otros no tanto… Como muestran las estadísticas, solo el 30% lo consigue.

Ya solo quedaba la última etapa, un descenso de 2000 metros de desnivel y cinco horas de caminata bajo el sol abrasador y sin ninguna sombra en el camino…

La ducha esa noche nos ganamos con creces!

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2 thoughts on “Gunung Rinjani National Park – Day 3

  1. Hi there!
    Even if it was written 3 months ago now, Gate and I have just seen this article!
    It is so well done, and really gives a pretty good taste of what happen during this trek! Thank you for mentionning us !
    I love the pictures!

    It was such a pleasure to get to know you during that time in Lombok!
    All the best for the rest of your trip!

    • Hey You, how great to hear from you and such a good timing. We wish you a merry christmas in France and who knows where you will be celebrating next year? We’d love to pay you a visit in 2014, maybe we can make it happen shortly after our return, before the real life has got to us again 😉
      Take good care and also have a happy new year! See you soon

      PS. Rinjani is still one of our most present memories from our travel – maybe due to all the pain 😀 But i still cannot believe that Gate went up to the top in shorts…

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